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Sachsens berühmteste Knabenchöre

»Die Prinzen« gelten als Ausnahme in der deutschen Musiklandschaft. Ihre eindrucksvollen Stimmen und ihr hervorragender A-cappella-Gesang machten die fünf Musiker deutschlandweit bekannt. Dabei liegen die musikalischen Wurzeln der »Prinzen« in Sachsen, wo sie von klein auf beim Thomanerchor Leipzig und beim Dresdner Kreuzchor gesungen haben.

Knabenchöre haben in Deutschland und Österreich eine sehr lange Tradition. Die beiden sächsischen Chöre gehören zu den Ältesten in unserem Land. Die Geschichte des Dresdner Kreuzchores umfasst weit über sieben Jahrhunderte. Der Chor wurde ursprünglich als Lateinschule an der »capella sanctae crucis«, der Dresdner Kreuzkirche, gegründet. Heute findet die Ausbildung der so genannten »Kruzianer« am Evangelischen Kreuzgymnasium in Dresden statt, wo auch der künstlerische Unterricht, das heißt die Chorproben oder der Gesangsunterricht, erfolgt.

(© Ton: Kreuzchor Dresden; Bild: Matthias Krüger, Berlin)

Die Geschichte des Leipziger Thomanerchores reicht etwa 800 Jahre zurück. Eng verbunden sind die so genannten »Thomaner« mit dem Namen Johann Sebastian Bach, der den Chor als Kantor in der Thomaskirche selbst geführt hat. Der Pflege von Bachs Vokalwerk widmet sich der Thomanerchor heute noch. Die Jungen werden an der Thomasschule unterrichtet, wo sie, ähnlich den Kruzianern, eine verstärkte künstlerische Bildung erhalten.

Wichtig für den Zusammenhalt im Chor, egal ob Kruzianer oder Thomaner, ist nicht nur das musikalische Zusammenspiel, sondern auch die Gemeinschaft unter den Sängern. Deshalb arbeiten die Jungen nicht nur miteinander, sondern leben auch gemeinsam  im Alumnat, dem Internat der jeweiligen Schule. Die enge Verflechtung von Arbeits- und Lebensraum stärkt dabei das Zusammengehörigkeitsgefühl.

(© Ton: Thomanerchor Leipzig; Bild: Gert Mothes, Leipzig)

Obwohl Sachsen gleich zwei der berühmtesten Knabenchöre beheimatet, ist von einer Rivalität untereinander nichts zu spüren. Die Chöre sind bereits schon mehrfach gemeinsam aufgetreten und gelten beide als feste künstlerische Institution ihrer Stadt. Deutschlandweit zählen sie zu den bekanntesten Chören. Die sächsischen Knabenchöre feiern aber auch weltweit Erfolge. Ihre Konzertreisen führen sie regelmäßig zu Gastspielen in die USA, Kanada oder nach Skandinavien.

Weihnachten verbringen die Chöre traditionell daheim in Sachsen. In der besinnlichen Zeit rund um das Weihnachtsfest erfreuen sie hier die Menschen mit ihren Auftritten und stimmungsvollen Liedern.

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Als Kapellknabeninstitut 1709 nach der Konversion August des Starken zum katholischen Glauben gegründet, sind die Dresdner Kapellknaben heute der Knabenchor der Kathedrale (ehemalige Hofkirche) mit rund 100 Sängern. Die Knaben singen vor allem geistliche Musik aller Epochen in Gottesdiensten und Konzerten. Reisen führten sie durch Deutschland, Österreich, Belgien, Tschechien, Italien, Frankreich, Polen, Niederlande, in die USA und nach Kuba.

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Teaserbild (Quelle: Jens Büttner / dpa)

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