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Sjouke Zijlstra, Geschäftsführer

Im schönen Wechsel lebte der Niederländer Sjouke Zijlstra als Manager mal in Deutschland, mal in Holland. Seit 2008 wohnt er in Bischofswerda, wo er Geschäftsführer der Niederlassung des kanadischen Solartechnik-Unternehmens Arise ist.

Warum ist Bischofswerda ein guter Standort für Ihr Unternehmen?
Der Osten ist für Solartechnik generell ein guter Standort, denn hier gibt es die meisten Fördergelder. Wir hatten bei der Standortwahl 20 verschiedene Optionen, alle in Ostdeutschland, aber weil wir eine Fläche von mindestens 10 Hektar brauchten, kamen nur zwei in die engere Wahl. Den Ausschlag gab schließlich das große Engagement der Stadt Bischofswerda und der persönliche Kontakt zu Oberbürgermeister Andreas Erler. Sein Einsatz hat uns sehr gefallen, dieses Zutun und das daraus entstehende Vertrauen sind wichtig für ein Unternehmen, etwa in der Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden. Auch die Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung Sachsen ist gewaltig, man erkundigt sich regelmäßig bei uns, und sobald wir Fragen haben, kümmert man sich darum. Die Hilfsbereitschaft ist groß.

Zur Eröffnung der Linie 1 waren Sachsens Ministerpräsident Tillich (mitte), Mr. Ian MacLellan (ARISE Corporation Kanada, rechts) und der ehemalige kanadische Botschafter Paul Dubois zu Gast in Bischofswerda. Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern

Zur Eröffnung der Linie 1 waren Sachsens Ministerpräsident Tillich (mitte), Mr. Ian MacLellan (ARISE Corporation Kanada, rechts) und der ehemalige kanadische Botschafter Paul Dubois zu Gast in Bischofswerda.
(© ARISE Technologies)

Zur Eröffnung der Linie 1 waren Sachsens Ministerpräsident Tillich (mitte), Mr. Ian MacLellan (ARISE Corporation Kanada, rechts) und der ehemalige kanadische Botschafter Paul Dubois zu Gast in Bischofswerda. Sjouke Zijlstra im Bild mit einem Mitarbeiter von OTB Solar und einer in Bischofswerda produzierten Solarzelle Die Niederlassung der kanadischen Solar-Firma Arise in Bischofswerda.

Womit kann der Freistaat Sachsen aus Ihrer Sicht punkten?
Er bietet eine hohe Lebensqualität, Dresden ist eine schöne Stadt mit einem guten Angebot und viel Flair, dorthin fahre ich gerne am Wochenende oder zum Essengehen. Leipzig kenne ich leider noch nicht. Unseren Kunden, Zulieferern oder Ingenieuren empfehlen wir gern Bautzen, und sie sind immer sehr begeistert. Von der Mentalität her hält man sich hier sehr zurück, sagt niemals etwas Schlechtes über seinen Kollegen oder belastet seinen Chef mit irgendwelchen Problemen. Andererseits konnten wir in unserem Betrieb eine sehr schön offene Kultur schaffen, was wichtig ist, um sich weiter zu verbessern. Wenn Mitarbeiter aus dem Betrieb in Gelsenkirchen, den wir gekauft haben, hierher kommen, fällt ihnen zuerst die Freundlichkeit der hiesigen Mitarbeiter auf. Übrigens ist auch meine Nachbarschaft, wo ich wohne, sehr freundlich und locker. Man wird schnell geduzt, was mir als Niederländer leicht fällt, ich war es nur in Deutschland nicht gewöhnt. Aber generell ist man in Deutschland sehr offen gegenüber Ausländern.

Was gefällt Ihnen persönlich an Sachsen?
Dass es hier bergiger ist als an meinen früheren Wohnorten. Ich finde schnell Orte zum Snowboard oder Mountainbike fahren und Langlaufen. Die landschaftliche Vielfalt ist sehr ausgeprägt, was bei meinen Sportarten von Vorteil ist.

Wo finden Sie am besten Erholung?
Geistig und kulturell – in Dresden. Auch beim Einkaufen dort. Körperlich – in der direkten Umgebung von Bischofswerda auf dem Valtenberg, wo ich Mountainbike fahre und langlaufe. Laufen gehe ich vom Haus aus aufs Feld, Skifahren in Oberwiesenthal. Polen und Tschechien muss ich erst noch erkunden – Sie sehen, ich war mit Sachsen bisher vollauf zufriedengestellt. Ich mag auch die Gebräuche, die sorbische Kultur, die schönen Häuser. Gern würde ich mir ein verfallenes Herrenhaus restaurieren. An Charme, an Kultur und Vergangenheit hat Sachsen viel zu bieten. Und während Dresden eine wunderbare Sommerstadt ist, bietet der Winter noch eine richtig weiße Landschaft.