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James Parsons, Direktor des ICC-Sprachinstituts in Leipzig

Porträt James Parsons

James Parsons kam 1996 nach Leipzig, gründete 1997 sein Sprachinstitut und wurde erfolgreicher Unternehmer.
(© James Parsons)

James Parsons kam 1996 aus England nach Leipzig. Ursprünglich hatte er vor, hier als Französisch-Lehrer zu arbeiten, erkannte aber schnell den Markt für die eigene Muttersprache, gründete 1997 sein Sprachinstitut und wurde erfolgreicher Unternehmer.

Sie nennen sich selbst einen »Entscheidungsleipziger«. Was hat Sie an der Stadt so begeistert?
Ich kam ursprünglich wegen blauer Augen und blonder Haare... Aber das war nicht der eigentliche Grund, hier zu bleiben. Ich wollte meine Ideen und Theorien umsetzen und war schon immer ein unternehmerischer Typ. Außerdem gab es in Leipzig, was Englisch angeht, Nachholbedarf. Ich fand hier schnell gesellschaftlichen Anschluss und aufgeschlossene, geschäftstüchtige Menschen. Das liegt sicher auch an der Messetradition. Es herrschte zu diesem Zeitpunkt eine große Aufbruchsstimmung, und man war als Ausländer herzlich willkommen.

Warum ist gerade Leipzig ein guter Standort für Ihr Institut?
Leipzig ist eine lebendige Stadt. Sie hat sich sehr gut entwickelt und ist auch aufgrund ihrer Größe optimal, sodass man seine Leute regelmäßig trifft. Man sitzt hier im selben Boot, kooperiert gern, hilft sich gegenseitig, bringt sich ein, ist begeisterungsfähig und aufgeschlossen.

James Parsons beim Studium einer Zeitung

(© James Parsons)

Und was mögen Sie an Sachsen allgemein?
Die Vielfalt, auch landschaftlich. Bei Wochenendausflügen fühle ich mich wie im Urlaub. Ich fahre gerne ins Erzgebirge oder nach Dresden. In Görlitz haben wir seit Ende des vergangenen Jahres eine Niederlassung. Jeder Landesteil hat seinen Reiz. Ich mag auch die Mentalität, die überall ein bisschen anders ist, und den Stolz der Sachsen.

Was sind aus der Sicht des Unternehmers die Stärken des Freistaats?
Die Mischung aus Automobilindustrie, Logistik, Dienstleistungen und Medienwirtschaft, und auch die Kreativität. Wichtig sind die weichen Standortfaktoren wie etwa die Lebensqualität, mit denen Sachsen punkten kann.

Worin besteht diese Lebensqualität?
Ich höre das häufig, wenn ich bei Investorengesprächen dolmetsche: Firmen, die ihr Management hier ansiedeln wollen, fragen, ob man gut einkaufen kann, es einen Golfplatz und eine internationale Schule gibt. Da sich diese Fragen mit »ja« beantworten lassen, fällt die Entscheidung leichter, in Sachsen zu investieren.

Wo halten Sie sich auf, wenn Sie nicht gerade im Institut arbeiten?
Zum Beispiel am Cospudener See, wo ich gerne jogge, schwimme und Boule spiele. Im Sommer zieht es mich immer zum Wasser. Ich mag die neu entstehende Seen-Landschaft.

Welche Vorzüge Sachsens kennt man im Ausland?
Ich bin beruflich und privat viel in Großbritannien, Irland und Malta unterwegs. Dort sind die Leute begeistert, wenn sie hören, dass es in den Kneipen keine Sperrstunde gibt, das wird als Lebensqualität empfunden. Auch der gut ausgebaute Nahverkehr. Kürzlich hatten wir hier minus zwölf Grad Celsius – und trotzdem hat der Nahverkehr hervorragend funktioniert.

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